Zwei Tage in Dublin

Obwohl diese Seite sich eigentlich nur mit Nordirland (Belfast, Nordirische Küste) beschäftigen sollte, habe ich mich entschlossen nun auch die Reiseberichte der letzten Urlaubsreise nach Dublin hier online zu stellen, denn eine völlig neue Internetseite über meine Dublinreise wäre wohl auch etwas zuviel des guten.
Wie gewohnt begann diese Reise in Berlin und kam dadurch zustande, dass einer meiner irischen Freunde mir das legendäre Dublin mal aus seiner Perspektive zeigen wollte.
Dieses Angebot nahm ich gerne an, denn nur mit Ortskundigen kann man eine Stadt wirklich gut erkunden und sich gleich noch alles erklären lassen, was von Interesse ist.

Der Hinflug wurde bei Ryanair gebucht, da die Abflugzeit vom Flughafen Berlin Schönefeld sehr entspannt war (Abflug ca 10.30 Uhr), aber natürlich war ich trotzdem viel zu spät dran. Schon im Flugzeug machte ich die erste Bekanntschaft, eine junge Irin die derzeit in Berlin zur Sprachschule geht und gerade ihr Studium abgeschlossen hat.
Insgesamt ist es nicht so sehr schwer, Kontakt zu den Iren aufzubauen, da diese in der Regel selbst sehr aufgeschlossen sind und sich stark für andere Länder und Kulturen interessieren.
Der Flug nach Dublin dauert knapp zwei Stunden und die Zeit kann man wirklich gut nutzen um etwas zu schlafen, eine Kleinigkeit an Bord zu essen (teuer) oder in einer Zeitung zu lesen (muss natürlich selbst mitgebracht werden).

Nach einer entspannten Landung mit etwas Verspätung fuhr ich mit einem Shuttlebus vom Flughafen Dublin direkt in die Innenstadt zu "The Spire", wo ich dann meinen Freund treffen sollte. Die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum von Dublin dauert ca. 40 Minuten, achten Sie darauf einen Expressbus zu nehmen (Airlink bis O`Connell Street). Der Preis liegt für die einfach Fahrt bei bezahlbaren 7 Euro, allerdings sollte man das Geld möglichst passend zur Hand haben.
Die Airlink Dublinbusse fahren direkt vor dem Haupteingang des Flughafens ab. Nachdem wir uns dann an der Spitze getroffen hatten, haben wir in der Innenstadt Tapas gegessen und sind danach zum Guiness Store House gefahren, nach eigenen Angaben die größte Touristenattraktion in Dublin. Nachdem man dann 15 Euro Eintritt für die Guiness-Brauerei bezahlt hat, darf man sich Etage für Etage nach oben arbeiten.
Gezeigt wird der Brauprozess, Informationen über Marketing von Guiness, eigene Frachtschiffe und die Produktion von Holzfässern. So habe ich beispielsweise gelernt, dass eine Ausbildung zum Fassbauer bei der Guinessbrauerei satte sieben Jahre dauerte - eine halbe Ewigkeit. Die Ausstellung im Guiness Bier Storehouse ist sehr modern und umfangreich, für ausländische Besucher gibt es einen kostenlosen Audioguide gegen Vorlage eines Ausweises (Führerschein, Studentenausweis, Personalausweis etc.) als Pfand.Mit diesem Audioguide kann man sich dann an den einzelnen Ausstellungsstücken in der jeweiligen Landessprache informieren lassen.

Der Höhepunkt im Guiness-Museum ist dann die legendäre Gravity-Bar auf dem Dach des Museums, wo der Rundgang endet. Hier gibt es nun für jeden Besucher ein perfekt temperiertes Pint Guiness Bier vom Fass. Ein Glas Guiness Bier ist bereits im Eintrittspreis enthalten und optional gibt es für Analkoholiker auch ein einfaches Softgetränk.

Was einem in Dublin sofort auffällt sind die extrem hohen Preise, denn egal ob Lebensmittel, ausgehen etc., oft werden hier 50% bis 100% mehr als in Deutschland bezahlt. Sobald man die Stadt aber verlässt, wird es schnell und spürbar günstiger.
Schon im 40 Min per Zug entferneten Ort Drogheda ist das Preisgefüge mit Deutschland vergleichbar. Die Landeswährung von Südirland ist der Euro.

Am nächsten Tag haben wir uns etwas zu Fuss durch Dublin bewegt und dabei allerhand netter Sachen von außen gesehen wie das Trinity College, the Spire, Wellington Monument, IMMA (Irish Museum of Modern Arts Dublin), Parks, das irische Nationalmuseum, unzählige Pubs, ein Riesenrad und vieles mehr.